Boule

Allgemeines zu Boule / Pétanque

Boule, das bekannte französische Kugelspiel, ist auch in Unna heimisch. 

In Deutschland wird „Boule“ mehr als Sammelbezeichnung für alle Kugelsportarten verwendet.

Zu den Kugelsportarten gehören neben dem Boule Lyonnaise noch das daraus abgeleitete Jeu Provençal, dessen Ableger Pétanque, das britische Bowls und das italienische Boccia (auch „Raffa“ genannt).
Mit „Boule“ verbinden viele Deutsche aber auch das von den Franzosen auf öffentlichen Plätzen ausgetragene Freizeit-Kugelspiel. Der korrekte Name hierfür ist allerdings Pétanque.
Spricht man beim Freizeitspiel eher von Boule, so ist im Wettkampfsport die Bezeichnung  Pétanque gebräuchlich.

Pétanque ist ein Spiel, das von Menschen jeden Alters gespielt werden kann, auch von solchen, die körperlich oder geistig beeinträchtigt sind. Die Regeln sind sehr einfach und verständlich. Besondere Kraft ist nicht nötig, es geht nicht darum, wer am weitesten kommt; so können Alle miteinander spielen. Das Material ist einfach und nicht teuer, ein Platz findet sich überall.

Geburtsstunde des Pétanque:

Anfang des 20. Jahrhunderts lebte Jules Le Noir im südfranzösischen La Ciotat.  Der schon etwas ältere, sehr gute Spieler des Jeu Provencal konnte eines Tages nicht mehr mitspielen. Rheuma plagte ihn und so konnte er weder den Ausfallschritt vollziehen, noch konnte er die drei erforderlichen Schritte Anlauf zum Schuss nehmen. Zu stark waren die Schmerzen. Außerdem liegen die Distanzen zwischen Abspielkreis und Zielkugel zwischen 15 und 21 Metern.
Dennoch wollte Jules seinen Sport nicht aufgeben. Schon recht bald kam ihm die Idee, die Wurfdistanz um einiges zu verkürzen und zudem ohne Anlauf, im Stehen zu spielen. Fortan spielte man auf eine Entfernung von 6 bis 10 Metern. Da das Spielfeld ansonsten keinen strengen Regeln unterzogen wurde, eröffneten sich große Möglichkeiten, dieses Spiel auszuüben. Man spielte nicht mehr auf eingeteilten Spielfeldern, sondern auf Plätzen vor Kirchen, in Parks und auf ungepflasterten Dorfstraßen.
Wie die Spiel-Erfindung, ergab sich auch die Namensgebung zufällig. Von der Abwurfposition – man muss mit geschlossenen Füßen im Kreis stehen – leitet sich der Name ab.
Geschlossene Füße (französisch pieds tanqués) heißt im provenzalischen Südfranzösisch ped tanco.
Diese beiden Wörter sind schon bald zu einem verschmolzen: Pétanque.

Neugierig geworden? Kommen Sie vorbei und spielen mit. Jeder Anfänger ist herzlich willkommen.

Wir spielen an zwei Standorten:

Unna:
Vielleicht haben Sie den Platz schon einmal gesehen und sich gewundert, welchem Zweck er dient?
Denn er liegt auf dem Neumarkt, neben dem Biergarten des Restaurant Meisterhaus.
Gespielt wird ganzjährig freitags, ab ca. 14.00 Uhr und mittwochs ab ca. 16.00 Uhr.

Lünern:
Das Boulodrome befindet sich auf dem Spielplatz hinter der Kindertageseinrichtung Lilliput; der Zugang dazu liegt gegenüber des Feuerwehrgerätehauses an der Lünerner Schulstraße zwischen dem Schulpavillon und der Turnhalle.
Spieltag ist immer der Sonntag, begonnen wird ca. 11.00 Uhr (Ende offen) auch bei mäßigem Wetter.